Dieser Artikel richtet sich vor Allem an diejenigen, die Adressgenerierung betreiben, um ihren Newsletterstamm aufzubauen oder zu erweitern. Grundsätzlich steht man als Webseitenbetreiber vor der Problematik, dass Formulareingaben von den Usern nur bedingt auf Korrektheit geprüft werden können. In diesem Fall geht es um das Formularfeld “Email-Adresse”.

Man unterscheidet hier zwischen “Single-Opt-In“, “Confirmed-Opt-In” und “Double-Opt-In“. Bei einem Single-Opt-In findet keine Bestätigung seitens des Users statt. Beim Confirmed-Opt-In erhält der User nach seiner Anmeldung eine Email mit einer Bestätigung z.B. zum Newslettererhalt (inkl. einer Möglichkeit, sich per Klick aus dem Newsletter wieder auszutragen). Beim Double-Opt-In Verfahren bekommt der User nach seiner Anmeldung eine Email mit einem Link, den er anklicken muss. Erst dann ist seine Newsletteranmeldung abgeschlossen.
Die Double-Opt-In Variante ist somit die umständlichste Variante und man muss definitiv einen Conversionverlust in Kauf nehmen, da nicht 100% der User ihre Anmeldung auch bestätigen werden, im Folgenden sehen Sie jedoch anhand eines Beispiels, wieso wir trotzdem dazu raten:

Angenommen Sie betreiben einen Onlineshop, fragen die Daten des Users im Bestellprozess ab und erhalten auch sein Werbeeinverständnis. Die Bestellung wird versendet und Sie senden ihren Kunden nach einer Woche einen Newsletter mit Werbeangeboten zu. Nun stellt sich jedoch heraus, dass eben dieser Kunde eine falsche Email-Adresse angegeben hat – mit Absicht oder ausversehen (Tippfehler) sei einmal Nebensache. Der wirkliche Inhaber der Email-Adresse erhält ihre Werbung, ohne sein Einverständnis gegeben zu haben. Dieses Problem könnte nun zum Anwalt gehen und für Sie teuer werden.

Wirklich rechtssicher sind Sie nur mit einer Double-Opt-In Lösung. Confirmed-Opt-In bietet immer noch eine große Angriffsfläche und vom Single-Opt-In ist gänzlich abzuraten. Zu häufig geben User auch falsche Adressen an, die Ihnen dann zum Verhängnis werden können.

Noch eine Zahl am Rande:
Die Quote der User, die ein Double-Opt-In tatsächlich durchführen, liegt im B2C-Bereich nach unserer Erfahrung bei 65-80% – je nachdem, was für ein Produkt man anbietet und wie hoch die Wahrscheinlichkeit von Falschangaben ist.

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